INEOS hat mit dem Beginn des kommerziellen Betriebs des Greensand-Projekts, der ersten vollskalierten Kohlenstoffspeicheranlage Europas, einen neuen Weg für die europäische Industrie eröffnet. Dieses Projekt bietet den Industrien in der gesamten Europäischen Union erstmals die notwendige Infrastruktur für den Transport und die dauerhafte Speicherung von CO2 im Meer.
Details zum Greensand-Projekt
Das Greensand-Projekt, geleitet von INEOS Energy zusammen mit Harbour Energy und Nordsøfonden, bezieht CO2 hauptsächlich von Biogas-Anlagen in Dänemark. Dies ermöglicht die Schaffung und Verwaltung einer vollständigen CCS-Wertschöpfungskette (Carbon Capture and Storage), während CO2-Absorptionsprojekte in der Industrie weiterhin entwickelt und ausgebaut werden.
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Nach der Absorption wird CO2 verflüssigt und per Lkw zu einem speziellen CO2-Terminal im Hafen von Esbjerg transportiert. Dann wird das Material mit dem Tanker Carbon Destroyer 1, dem ersten für die EU entworfenen CO2-Transporter, in das Nini West-Reservoir im dänischen Teil der Nordsee injiziert, das sich etwa 250 Kilometer vor der Küste in einer Tiefe von fast 1.800 Metern unter dem Meeresboden befindet.
Kapazität und zukünftige Ziele
In dieser frühen kommerziellen Phase kann Greensand jährlich bis zu 400.000 Tonnen CO2 speichern. Der Standort ist so konzipiert, dass er erheblich erweitert werden kann und die Möglichkeit bietet, bei steigender Nachfrage 4 bis 8 Millionen Tonnen pro Jahr zu speichern.
David Bucknall, CEO von INEOS Energy, erklärte, dass CCS in Europa seit Jahren durch Programme, Ziele und Ambitionen geprägt ist. Heute hat Greensand die erste vollskalierte CO2-Speicherstätte der Europäischen Union in Betrieb genommen und eine Grundlage für zukünftige Kohlenstoffabscheidungsprojekte in ganz Europa geschaffen.
Die energieintensiven Industrien Europas schaffen direkt Arbeitsplätze für fast acht Millionen Menschen und generieren jährlich einen Mehrwert von etwa 550 Milliarden Euro. Diese Industrien sind entscheidend für die Energiesicherheit Europas und liefern die Materialien, auf die die Gesellschaft angewiesen ist.
Gleichzeitig bemüht sich die Europäische Union, ihre Ziele zur CO2-Absorption und -Speicherung von 50 Millionen Tonnen pro Jahr bis 2030 und 250 bis 280 Millionen Tonnen bis 2040 zu erreichen. Derzeit ist Europa weit von diesem Maßstab entfernt.
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