Dr. Shahrin Osman, Leiter der Geschäftsentwicklung bei DNV Maritime Advisory, hat kürzlich die Herausforderungen der Digitalisierung in der Schifffahrtsindustrie untersucht. Er betonte, dass die Integration digitaler Technologien mit ernsthaften Problemen konfrontiert ist, die eine maximale Nutzung dieser Technologien verhindern. Diese Probleme resultieren hauptsächlich aus der Inkohärenz der Daten und der diskontinuierlichen Systeme in dieser Branche.
Herausforderungen der Technologieintegration
In durchgeführten Umfragen wurde die Integration als eines der auffälligsten Hindernisse für die Digitalisierung in der maritimen Flotte identifiziert. Tatsächlich existieren Technologien in der Schifffahrtsindustrie, aber diese Technologien wurden in Form von diskontinuierlichen und heterogenen Schichten implementiert. Schiffe sind seit Jahrzehnten im Einsatz, und in dieser Zeit werden Ausrüstungen, Sensoren, Software und Kommunikationssysteme von verschiedenen Herstellern und unterschiedlichen Generationen gesammelt.
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Diese Situation, zusammen mit Küstenplattformen, Mietsystemen, Compliance-Tools und Unternehmensinformationstechnologien, verwandelt jede Implementierung in ein Integrationsprojekt, bevor es zu einem operativen Projekt wird.
Fragmentierte Daten und Vertrauen
Dr. Osman erklärte weiter, dass eine große Menge maritimer Daten weiterhin unter den Ausrüstungsanbietern und in operativen Umgebungen verstreut bleibt. Diese Daten verwenden normalerweise unterschiedliche Benennungen und Strukturen. Solange die Informationen nicht standardisiert, kontextualisiert und vertrauenswürdig sind, wird es schwierig sein, Vertrauen aufzubauen, und erfolgreiche Tests werden nicht in der Flotte verbreitet werden können.
Dr. Friedrich Hisse, CEO von ZERO44, wies ebenfalls auf ähnliche Probleme im Bereich der Kohlenstoffkonformität hin. Informationen über die Treibhausgasemissionen von Schiffen können verspätet ankommen oder zwischen verschiedenen Berichten variieren, was manuelle Anpassungen erforderlich macht. Diese Situation kann reale finanzielle Konsequenzen haben.
Laut Philipp Lawerd von Closelink hat die Schifffahrtsindustrie zwar zahlreiche digitale Systeme, aber viele dieser Systeme arbeiten isoliert. Standard-APIs und integrierte Workflows sind von großer Bedeutung, da ein unabhängiges Programm nicht als Transformation angesehen werden kann; es ist lediglich eine weitere Schnittstelle zur Verwaltung von Personen.
Diese Herausforderungen sind insbesondere in gemischten Flotten ausgeprägter. Alte Schiffe können nicht wie neue Schiffe behandelt werden, die auf moderne Konnektivität und Datenarchitektur ausgelegt sind.
Schließlich betonte Dr. Timo Bimler, Vice President von Speedcast, dass die Kosten sinken und Cloud-Systeme leicht integrierbar sind, aber ein großer Teil der globalen Flotte immer noch mit alten Technologien arbeitet, die vor Jahren installiert wurden. Dies kann eingeschränkte Upgrade-Pfade und Cyberanfälligkeiten schaffen.
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