Das europäische Galileo-Satellitennetzwerk (Galileo) konnte in einem wichtigen Test seine Position gegen Betrug im globalen Navigationssystem bestätigen. Dieser Test gilt als der erste Fall der Bestätigung der zivilen Navigationsposition durch Navigations- und Distanzmessinformationen weltweit und reagiert speziell auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit Störungen in der maritimen Navigation.
Details des Tests und seiner Errungenschaften
In diesem Test sendeten fünf aktive Galileo-Satelliten am Mittwoch für zwei Stunden verschlüsselte Signale über ganz Europa. Die Empfänger in Andøya, Norwegen, und im ESTEC-Zentrum der Europäischen Weltraumorganisation in den Niederlanden konnten bestätigte Positionen etablieren. Dieser Test wurde als Teil der jährlichen Übung Jammertest durchgeführt, bei der satellitengestützte Navigationsgeräte absichtlich Störungen und Betrug ausgesetzt werden.
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Bekämpfung von Betrug und Störungen
In diesem Test wurden während der Betrugsangriffe konventionelle Empfänger erfolgreich getäuscht und berichteten falsche Positionen. Währenddessen konnte ein Galileo-Empfänger, der den neuen Signalverifizierungsdienst (SAS) nutzte, die Störung identifizieren und seine tatsächliche Position beibehalten. Dieses System umfasst SAS und die Verifizierung der Navigationsnachricht des öffentlichen Galileo-Dienstes, die bestätigt, dass die Navigationsdaten tatsächlich von Galileo stammen.
Das Ziel dieser neuen Technologie ist es, den Empfängern zu ermöglichen, gefälschte Satellitensignale zu erkennen und abzulehnen. Dieser Erfolg stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Sicherheit der maritimen Navigation dar und verringert die Risiken, die durch Betrug in der Navigation entstehen.
Die Zukunft von Galileo und Entwicklungspläne
Weitere Tests und erforderliche Validierungen sind geplant, damit Galileo den ersten SAS-Dienst im Jahr 2027 ankündigen kann. Es wird erwartet, dass dieser Dienst weltweit verfügbar und kostenlos sein wird. Angesichts der zunehmenden Probleme durch Störungen in den Navigationssystemen könnte dieser Erfolg als geeignete Lösung zur Gewährleistung der Sicherheit in den stark befahrenen Gewässern der Welt angesehen werden.
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