Die verarbeitende Industrie steht derzeit unter einem dreifachen Druck, der die Produktionskosten erheblich erhöht und die Handlungsspielräume der Unternehmen einschränkt. Der beispiellose Anstieg der Preise für Verpackungsmaterialien wie Metallbüchsen, Plastik und Karton, zusammen mit wiederholten Energieeinschränkungen und einem akuten Liquiditätsmangel, hat Bedingungen geschaffen, unter denen viele Produktionsstätten mit einer weit niedrigeren Kapazität als ihrer nominalen Leistung arbeiten. Laut Berichten des Statistikzentrums hat die Punkt-zu-Punkt-Inflation der Produzenten in den mit chemischen, Kunststoff- und Papiermaterialien verbundenen Industrien im Frühling dieses Jahres Werte von über 120 bis 160 Prozent erreicht.
Auswirkungen steigender Kosten auf die Produktion
Dieser Anstieg hat direkte Auswirkungen auf die Selbstkosten der verarbeiteten Produkte, einschließlich petrochemischer, Lebensmittel- und Agrarprodukte, und hat die Gewinnmargen der Unternehmen auf ein Minimum reduziert. Die Produzenten berichten, dass die Preise für Verpackungsdosen und -folien im Vergleich zum Vorjahr um ein Vielfaches gestiegen sind und die Sicherstellung des Betriebskapitals für den Kauf dieser Rohstoffe zu einer der größten täglichen Herausforderungen geworden ist.
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Energieeinschränkungen und deren Auswirkungen
Energieeinschränkungen stellen einen weiteren Druck auf diese Industrien dar. Viele verarbeitende Einheiten, die auf kontinuierliche Wärme- und Kühlprozesse angewiesen sind, sehen sich in verschiedenen Jahreszeiten mit einem Druckabfall des Gases oder Stromausfällen konfrontiert. Diese Störungen führen nicht nur zu einer Produktionsreduzierung, sondern erhöhen auch die Wartungskosten für die Ausrüstung und die Abfallmengen an Rohstoffen. Der Liquiditätsmangel ist der dritte Druckfaktor. Verzögerungen bei der Einziehung von Forderungen aus dem Vertriebsnetz, strenge Bankrichtlinien bei der Gewährung von Krediten und steigende Finanzierungskosten haben dazu geführt, dass viele mittelständische und kleine Unternehmen nicht in der Lage sind, Rohstoffe rechtzeitig zu beschaffen oder ihre Exportverpflichtungen zu erfüllen.
Das Ergebnis dieser Bedingungen ist eine Verringerung der operativen Kapazität, eine Anpassung der Arbeitskräfte und in einigen Fällen eine vorübergehende Stilllegung der Produktionslinien. Akteure in der verarbeitenden Industrie warnen, dass, wenn diese drei Faktoren nicht gleichzeitig kontrolliert werden, nicht nur die innere Ernährungssicherheit beeinträchtigt wird, sondern auch die Exportmöglichkeiten dieses Sektors allmählich verloren gehen werden.
Amir Yousofi, Vizepräsident der Lebensmittelindustriekommission der Iranischen Handelskammer, wies auf die steigenden Produktionskosten in der Lebensmittelindustrie hin und sagte: Die Schwankungen des Wechselkurses in den letzten Tagen haben die Kosten für die in der Verpackung verwendeten Rohstoffe erhöht, und einige Verpackungsartikel sind zudem mit Versorgungsengpässen konfrontiert. Da ein Teil der Rohstoffe dieser Artikel von Importen und Deviseneinkäufen abhängt, zeigen sich die Wechselkursänderungen schnell in den Produktionskosten.
Yousofi fügte hinzu: Der Produzent kann bis zu einem bestimmten Punkt die steigenden Kosten aus seinen Gewinnmargen ausgleichen, aber wenn die Produktionskosten diesen Punkt überschreiten, ist eine Fortsetzung der Aktivitäten zu den vorherigen Preisen nicht möglich, und ein Teil der Kostensteigerung muss auf den Produktpreis übertragen werden. Er wies auch auf die Schäden durch Stromschwankungen hin und sagte: Die Schäden durch Stromausfälle und -schwankungen beschränken sich nicht nur auf die Stilllegung der Produktionslinie. Stromschwankungen können die Ausrüstung und Teile der Produktionsstätten beschädigen und zusätzliche Kosten für das Unternehmen verursachen.
Yousofi wies weiter auf die Schwierigkeiten bei der Finanzierung hin und sagte: Der Zugang der Produktionsstätten zu Bankkrediten ist schwieriger geworden, und die Finanzierungskosten sind erheblich gestiegen. Die Banken sind strenger bei der Gewährung oder Verlängerung von Krediten. Währenddessen benötigen die Lebensmittelindustrien für die Beschaffung von Rohstoffen und die Aufrechterhaltung des Produktionsflusses kontinuierlich Betriebskapital.
Saeed Torkman, ein Akteur im Bereich Petrochemie und Polymere, berichtete ebenfalls von einem Rückgang des Angebots an Rohstoffen für die verarbeitende Industrie an der Warenbörse und sagte: Seit Jahresbeginn wurde im Durchschnitt ein Rückgang von etwa 30 Prozent beim Angebot und den Transaktionen von petrochemischen Materialien festgestellt. Dieser Rückgang hat auch Auswirkungen auf die Produktionsmenge und führt zu einem Rückgang von 30 Prozent in diesem Sektor im Vergleich zum Vorjahr.
Torkman fügte hinzu: Der Anstieg der Rohstoffpreise hat den Verbrauch in der verarbeitenden Industrie verringert, und diese Herausforderungen können ernsthafte Folgen für die Produktion und Beschäftigung in diesem Sektor haben. Wenn nicht ernsthafte Entscheidungen zur Verringerung des Drucks auf die Unternehmen getroffen werden, wird die Fortsetzung der Aktivitäten vieler Einheiten mit größeren Schwierigkeiten konfrontiert sein.
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