Die Begrenzung der Kraftstoffquote in Sistan und Belutschistan, einer der ärmsten Provinzen des Landes, hat einen Schwarzmarkt für Kraftstoff entstehen lassen. Laut erhaltenen Informationen ist der Preis pro Liter Kraftstoff auf diesem Markt auf 100 bis 120 Tausend Toman gestiegen.
Hintergrund und aktuelle Situation
Die Politik der Kontrolle der Kraftstoffquote, die zur Bekämpfung des Kraftstoffschmuggels eingeführt wurde, hat laut lokalen Aktivisten auch normale Bürger betroffen. Täglich werden mindestens 20 Millionen Liter subventionierten Kraftstoffs über die Grenzen des Landes geschmuggelt, wobei 60 Prozent davon von den Grenzen im Südosten des Landes stammen. Währenddessen leben mehr als die Hälfte der Bevölkerung der Provinz, nämlich 51 Prozent, in ländlichen Gebieten und leiden unter schwierigen Bedingungen aufgrund des Mangels an öffentlichem Transport.
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Soziale und wirtschaftliche Auswirkungen
In Sistan und Belutschistan ist der Abstand zwischen den Dörfern und den Dienstleistungszentren so groß, dass die Bewohner für den Zugang zu medizinischen und administrativen Dienstleistungen Dutzende von Kilometern reisen müssen. Diese Überlebensgleichung hat die Reisekosten für die Haushalte erheblich erhöht, und die aktuelle Kraftstoffquote deckt keineswegs ihre täglichen Bedürfnisse. Laut den Bewohnern haben die neuen Einschränkungen bei der Kraftstoffquote nicht nur die Preise erhöht, sondern auch den Kraftstoffschmuggel angeheizt.
Antwort der Politik und Herausforderungen
In den letzten Monaten hat das Ministerium für Öl eine Verordnung verabschiedet, wonach die Kraftstoffquote auf die Smartcards aller privaten Fahrzeuge in der Provinz überwiesen wird und die freien Kraftstoffkarten schrittweise abgeschafft werden. Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Zugang von inoffiziellen Vermittlern zu den öffentlichen Quoten der Tankstellen zu unterbinden. Dennoch sind lokale Aktivisten der Meinung, dass diese Änderungen neue Probleme schaffen werden, insbesondere für Personen, die nicht über die erforderlichen Identifikationsdokumente zur Beantragung der Quote verfügen.
Insgesamt benötigt die aktuelle Situation in der Provinz Sistan und Belutschistan besondere Aufmerksamkeit, und die neuen Politiken sollten so gestaltet werden, dass sie die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen. Andernfalls könnten die sozialen und wirtschaftlichen Folgen dieser Politiken zu einer Zunahme der Unzufriedenheit führen.
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