Norwegische Untersuchungen zu dem Vorfall auf dem Frachtschiff Eidsvaag Marin haben gravierende Mängel in der Ausbildung und Risikobewertung aufgedeckt. Der Vorfall ereignete sich im Oktober 2025 und führte zum Tod eines Seemanns, der beim Austausch eines Hydraulikventils in den Ladeanlagen des Schiffes schwer verletzt wurde.
Details des Vorfalls und Sicherheitsmängel
Untersuchungen ergaben, dass das Trennen eines Hydraulikschlauchs die Rückwärtsbewegung der Bedienerkabine und des Hebe-Rahmens verursachte, wodurch der Seemann eingeklemmt wurde. Das in der Bedienungsanleitung für die Ausrüstung angegebene Verriegelungsgerät war nicht an Bord des Schiffes. Zudem gab es keine dokumentierten Verfahren, Risikobewertungen oder Sicherheitsanalysen für Wartungsarbeiten.
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Die Schulungen zu den Maschinen waren begrenzt und hingen stark von der Erfahrung und den Fähigkeiten der Besatzungsmitglieder ab. Die festgestellten Mängel in den internen Inspektionssystemen des Unternehmens und externen Inspektionen wurden ignoriert.
Maßnahmen nach dem Vorfall und Folgen
Der Eigentümer des Schiffes Eidsvaag hat nach diesem Vorfall damit begonnen, Verriegelungsgeräte für Schiffe mit ähnlichen Maschinen zu beschaffen und die Schulungsprogramme für die Besatzung zu verstärken. Zudem wurde das Sicherheitsmanagement verbessert und neue Richtlinien für den Betrieb auf Schiffen eingeführt.
Das Norwegische Marineforschungszentrum hat das Schiff ebenfalls inspiziert und eine Anordnung erlassen und plant die Veröffentlichung einer Sicherheitsmitteilung. Die vorgeschlagenen norwegischen Vorschriften zu Ausrüstung und Hebebetrieb auf Selbstladern werden spezifischere Anforderungen an Ausbildung und Qualifikation in Bezug auf Ladegeräte enthalten.
Das Norwegische Marineforschungszentrum hat keine offiziellen Sicherheitsempfehlungen ausgesprochen und auf bereits durchgeführte oder laufende Maßnahmen hingewiesen.
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