Russland hat mit der Eröffnung und Nutzung der „Nordseeroute“ (NSR) aufgrund des Rückgangs der arktischen Eisflächen einen sicheren Korridor für den Transport von Öl und verflüssigtem Erdgas (LNG) geschaffen. Diese Route steht unter vollständiger Kontrolle Moskaus und verringert erheblich das Risiko von Beschlagnahmungen von Ladungen und Drohnenangriffen auf Ölterminals.
Im Einklang mit Entwicklungsplänen
Diese Maßnahme steht in vollem Einklang mit Wladimir Putins Plan zur Entwicklung des „Trans-Arktischen Transportkorridors“, dessen Ziel es ist, die Ostsee, die Arktis und den Fernen Osten Russlands zu verbinden. Die Bedeutung dieser Route wird durch die Verlängerung der Pipelines von der Region „Wolchow“ (in der Nähe von St. Petersburg) in Richtung „Murmansk“ noch verstärkt.
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Derzeit wurde neben dem Terminal in der Region „Varandey“ auch das Terminal „Sever Bay“ an der Mündung des Flusses „Jenissei“ im letzten Monat eröffnet, um die Exporte der Felder „Arktik 2“ und „Westok“ über eine 500 Meilen lange Pipeline in der Tundra abzudecken.
Sanktionen und Schattenflotte Herausforderungen
Der erste spezielle LNG-Tanker der Klasse Arc7 mit dem Namen „Alexei Kosygin“ (IMO 9904546) wird seine erste Reise nach „Sever Bay“ im Dezember 2025 (Azar - Dey 1404 nach dem iranischen Kalender) antreten, und sein gleichwertiges Schiff „Peter Stolypin“ (IMO 9904675) wird ebenfalls bald in Betrieb genommen. Da diese Schiffe und die versorgenden Tanker wie „Akademik Gubnik“ (IMO 9842190) jedoch alle unter Sanktionen stehen, bleibt die Sicherheit dieser Route nur bis zum Ende des arktischen Korridors gewährleistet.
Die Tanker der „Schattenflotte“ sind nach dem Verlassen der Nordroute gezwungen, Methoden zur Umgehung der Sanktionen und Schiff-zu-Schiff-Transfer (STS) zu nutzen, um den Ursprung der Ladungen bei der Lieferung an Kunden in Asien und China zu verschleiern. Schiffe, die von Primorsk abfahren oder in Murmansk Zwischenoperationen durchführen, haben zuvor den geschützten Hafen „Nachodka“ (in der Nähe der Marinebasis Wladiwostok) genutzt.
Allerdings zeigen Daten des Informationsinstituts SynMax, dass Moskau seine Taktiken geändert hat; so wurden vier sanktionierte Tanker der „Schwarzen Flotte“ bei sensiblen STS-Operationen 65 Meilen östlich von „Chungin“ in Nordkorea und in internationalen Gewässern des Japanischen Meeres beobachtet. Der Tanker Mirabel (unter der Flagge von Oman - IMO 9511521) transportierte Öl nach Lumin (unter der Flagge von Sierra Leone - IMO 9330599), und der Tanker Jagger (unter der Flagge von Russland - IMO 9354301) transportierte Öl nach Navistar (unter der Flagge von Kamerun - IMO 9296810).
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