Ein neuer Bericht des Global Center for Marine Decarbonization (GCMD) und der Boston Consulting Group (BCG) untersucht die Entwicklungen im Bereich der Umstellung auf maritimen Kraftstoff bis 2050. Diese Studie, mit dem Titel „Leitfaden zur Umstellung auf maritimen Kraftstoff“, betrachtet 12 Kraftstoffpfade und 6 Motortypen und kommt zu dem Schluss, dass dieser Übergang hauptsächlich von der Kohlenstoffpreisgestaltung, den Kosten für Wasserstoff, dem Zugang zu Rohstoffen und den Entscheidungen der Eigentümer im kommenden Jahrzehnt beeinflusst wird.
Analyse verschiedener Szenarien
Gemäß dem Basisszenario dieses Berichts werden konventionelle Kraftstoffe trotz einer IMO Tier-2-Strafgebühr von 380 Dollar pro Tonne CO2-Äquivalent weiterhin dominieren. Es wird prognostiziert, dass bis 2050 VLSFO und fossiles LNG weiterhin 40 Prozent des Energieverbrauchs der Flotte ausmachen werden, während VLSFO zusammen mit der Kohlenstoffabscheidung an Bord weitere 30 Prozent ausmacht.
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Einfluss der Kohlenstoffpreisgestaltung auf neue Kraftstoffe
Das Bild ändert sich erheblich, wenn die Kohlenstoffstrafe bis 2050 auf 700 Dollar pro Tonne steigt. Auf diesem Niveau schätzen GCMD und BCG, dass neue Kraftstoffe eine breitere Wettbewerbsfähigkeit erreichen und etwa 61 Prozent des maritimen Energieverbrauchs ausmachen werden, während fossile Kraftstoffe auf etwa 13 Prozent sinken.
Diese Studie zeigt auch, dass e-Methanol und e-Ammoniak wirtschaftlich viel näher beieinander liegen, als es scheint. Obwohl Ammoniak niedrigere Produktionskosten hat, wird dieser Vorteil hauptsächlich durch höhere Kosten für Speicherung, Transport und Sicherheitsanforderungen ausgeglichen. Mit einer Preisprognose von etwa 52 Dollar pro GJ für beide Kraftstoffe bis 2050 könnten diese etwa 36 Prozent der globalen Energienachfrage der Flotte decken.
Die wichtigste Schlussfolgerung dieses Berichts ist, dass Eigentümer verschiedene Optionen in Betracht ziehen und nicht alles auf einen Kraftstoff konzentrieren sollten. Diese Schlussfolgerung steht im Einklang mit Arbeiten, die von der Gas Association als maritimen Kraftstoff veröffentlicht wurden, die kürzlich Lebenszyklusbewertungen für LNG, Ammoniak und Methanol abgeschlossen hat.
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