Neue Angriffe auf saudische Öltanker in der Straße von Hormuz und deren Umgebung haben erhebliche Auswirkungen auf den Ölmarkt und die Bedenken hinsichtlich der globalen Energieversorgung verstärkt. Diese Ereignisse folgten auf einen Angriff auf eine Öl-Pipeline in Saudi-Arabien und den Fortschritt der Houthi-Truppen im Jemen, was die Alarmglocken für Öl-Händler läuten ließ.
Details zu den Angriffen und Schäden
Ein Schiff wurde am Sonntag während der Durchfahrt durch die Straße von Hormuz Ziel eines Angriffs, der zu einem Brand und der Evakuierung der Besatzung führte. Gleichzeitig berichteten iranische Quellen, dass eine Person bei diesem Angriff ums Leben kam und vier weitere verletzt wurden. Die staatlichen Medien Saudi-Arabiens veröffentlichten ebenfalls Bilder der Schäden, die durch diese Angriffe in der Provinz Jazan entstanden sind.
In der Zwischenzeit behaupteten die Houthis, dass sie eine saudische Militärbasis in der benachbarten Provinz angegriffen haben. Die südlichen Städte Saudi-Arabiens sind seit letzter Woche kontinuierlich Angriffen ausgesetzt, und diese Spannungen haben sich nach dem Angriff auf eine 1200 Kilometer lange Pipeline, die als Hauptversorgungsweg für Öl im Nahen Osten gilt, verschärft.
Wirtschaftliche Folgen und Ölmarkt
Es wird erwartet, dass die Ölpreise am Montag erneut steigen werden. Angesichts der neuesten Entwicklungen prognostizieren Händler, dass diese Ereignisse die Ölversorgung des größten Exporteurs der Welt, Saudi-Arabien, beeinträchtigen werden. Derzeit hat Saudi-Arabien erklärt, dass es über ausreichende Ölreserven im Hafen von Yanbu verfügt, um die Exporte für fünf bis sieben Tage fortzusetzen, falls die beschädigte Pipeline weiterhin geschlossen bleibt.
Wenn diese Situation anhält, könnte bis zu 4 Prozent der globalen Ölversorgung betroffen sein. Derzeit ist der Ölpreis auf über 100 Dollar gestiegen, und der Einzelhandelspreis für Diesel in den Vereinigten Staaten hat mit über 6,20 Dollar pro Gallone einen historischen Höchststand erreicht.
Nach einem ruhigen Monat im August, in dem der Ölfluss aus dem Nahen Osten wieder zugenommen hatte, haben wir in den letzten zwei Wochen eine Verschärfung der Konflikte erlebt. Seit dem Zusammenbruch des vorübergehenden Abkommens im Juni hat es keine Friedensgespräche gegeben.
Auswirkungen auf die regionale Diplomatie
Inmitten dieser Spannungen haben iranische Beamte erklärt, dass sie an einem Treffen mit den Golfstaaten in Oman teilnehmen möchten. Der Außenminister von Oman hat jedoch erklärt, dass dieses Treffen aufgrund der Notwendigkeit eines Abkommens verschoben wurde. Gleichzeitig hat auch Irak angekündigt, Vertreter zu diesem Treffen zu entsenden, und saudische sowie katarische Beamte werden ebenfalls an dieser Veranstaltung teilnehmen.
Iran hofft, mit dieser Gelegenheit seine Situation in der Straße von Hormuz und andere mit dem Seetransport verbundene Themen zu verbessern. Allerdings hat der iranische Außenminister erklärt, dass die Straße von Hormuz nicht geöffnet wird, solange die Forderungen Teherans von den Vereinigten Staaten nicht erfüllt werden.
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