Die iranische Automobilindustrie befindet sich in einer Lage, in der die Entscheidungen der politischen Entscheidungsträger im Bereich Produktion, Import, Technologie, Energie und Marktregulierung mehr denn je die Zukunft dieser Branche beeinflussen. Einerseits stehen Automobilhersteller und Teilelieferanten vor zahlreichen Herausforderungen, um die Produktion zu entwickeln und die inländische Fertigung aufrechtzuerhalten, und andererseits benötigt der Automobilmarkt Politiken, die gleichzeitig die Interessen von Produzenten und Verbrauchern berücksichtigen.
Fehlende klare Roadmap
In diesem Zusammenhang hat das Fehlen einer klaren und langfristigen Roadmap für die Automobilindustrie dazu geführt, dass einige Entscheidungen in diesem Bereich sporadisch und unabhängig voneinander getroffen werden; ein Umstand, der den Entwicklungsprozess dieser Branche erheblich erschweren kann. Neben diesen Problemen ist der Übergang zu Elektrofahrzeugen und alternativen Kraftstoffen, die Unterstützung der inländischen Produktion, die Beziehung zwischen Automobilherstellern und Teilelieferanten sowie die Art und Weise der Umsetzung der Privatisierung einige der wichtigsten Themen, die die Zukunft der Automobilindustrie beeinflussen werden.
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Notwendigkeit einer integrierten Politik
Es scheint, dass die Überwindung der aktuellen Situation eine integrierte Politik erfordert, die alle Teile der Automobilkette zusammen betrachtet und für sie einen klaren Plan hat. In diesem Zusammenhang haben wir am Rande der siebten Automobilausstellung in Teheran ein exklusives Gespräch mit „Rouhollah Izadkhah“, Mitglied des Wirtschaftsausschusses des Parlaments, geführt.
Izadkhah wies in diesem Gespräch auf die Herausforderungen der Importzölle für Fahrzeuge hin und sagte: "Die Zölle sollten nicht als Null oder Eins betrachtet werden; zu sagen, dass wir mit jedem Zoll einverstanden oder dagegen sind, ist keine präzise Sichtweise. Wenn die Zölle zielgerichtet sind und klar ist, für welche Politik sie eingeführt werden, können sie nützlich sein; aber wenn sie nicht zielgerichtet sind, können sie der Industrie und dem Markt wirklich schaden."
Er fügte auch hinzu: "Wenn das Ziel der Einführung von Zöllen die Umsetzung einer bestimmten Industriepolitik wie Lokalisierung und Verbesserung der inländischen Produktionskette ist, kann darüber diskutiert werden, aber wenn die Zollpolitik lediglich die Fortsetzung von Monopolen bedeutet, ist das natürlich keine richtige Entscheidung."
Entwicklung von Elektrofahrzeugen
Im weiteren Verlauf erwähnte Izadkhah Elektro- und Hybridfahrzeuge und sagte: "Im siebten Entwicklungsplan wurde eine klare Verpflichtung zu diesem Thema festgelegt. Wir haben die Regierung im siebten Plan verpflichtet, jährlich 200.000 Elektrofahrzeuge auf dem Markt bereitzustellen. Diese Bereitstellung kann durch inländische Produktion oder Import erfolgen."
Er stellte klar: "Der Übergang zu Elektrofahrzeugen ist eine gesetzliche Verpflichtung, und es muss gesehen werden, welches Programm die Regierung zur Umsetzung dieser Verpflichtung hat. Natürlich erfordert die Umsetzung eine Reihe von Infrastrukturen, Anreizen und abgestimmten Politiken, und man kann nicht einfach mit einer Entscheidung über Import oder Zoll erwarten, dass der Markt für Elektrofahrzeuge sich entwickelt."
Herausforderungen der Politikgestaltung
Izadkhah wies weiter auf die Herausforderungen der Politikgestaltung hin und sagte: "Meine Kritik richtet sich an die gesamte Regierung und betrifft nicht nur das Ministerium für Industrie, Bergbau und Handel. Die Automobilindustrie ist nicht nur ein Thema des Ministeriums für Industrie und Handel. Das Ministerium für Wirtschaft, das Ministerium für Öl und einige Organisationen und staatliche Stellen sind ebenfalls in dieser Branche involviert."
Er fügte hinzu: "Es muss in der Regierung eine kohärente Industriepolitik für wichtige und priorisierte Sektoren des Landes entwickelt werden. Im siebten Plan wurde ebenfalls betont, dass eine Industriepolitik für wichtige und priorisierte Sektoren entwickelt werden muss, aber wir haben bisher keine greifbaren und klaren Ergebnisse in der Automobilindustrie gesehen."
Izadkhah betonte: "Diese Politik muss greifbar und konkret sein und mindestens einen Horizont von fünf bis zehn Jahren abdecken. Wenn wir den Horizont des siebten Plans betrachten, sollten wir mindestens für die nächsten fünf Jahre einen klaren Weg haben."
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