Der Krieg im Jemen hat erhebliche Auswirkungen auf den Seeverkehr in der gesamten Region des Persischen Golfs. Houthi haben in den letzten Wochen ihre Angriffe auf die Kräfte der im Jemen regierenden Regierung (IRG) verstärkt und auch kritische Infrastrukturen in Saudi-Arabien angegriffen. Diese Situation hat die Transportwege von und nach Saudi-Arabien gestört.
Angriffe auf Flughäfen und Öl-Infrastrukturen
Die Angriffe auf zivile Flughäfen in Saudi-Arabien, einschließlich der vorübergehenden Schließung des King Khalid International Airport, haben zusätzlichen Druck auf die Transportwege in diesem Land ausgeübt. Diese Angriffe haben auch Pipelines und Hafeninfrastrukturen an der Westküste Saudi-Arabiens beschädigt und stellen eine ernsthafte Bedrohung für kommerzielle Interessen jenseits der Grenzen Saudi-Arabiens dar. Dennoch haben die verbündeten Länder Saudi-Arabiens bisher keine operativen Unterstützungsmaßnahmen ergriffen, um den Verlauf des Krieges im Jemen zu ändern.
Entwicklungen im Jemenkrieg
Im Jemen konzentrieren sich die Kämpfe stark um Taiz, das unter der Kontrolle der IRG steht und derzeit von den Houthi belagert wird. Dennoch ist es den IRG-Kräften gelungen, den Houthi den Zugang zu dieser Stadt zu verwehren. An der Südwestküste des Jemen haben die Bemühungen der Regierung, verlorenes Land Anfang dieses Monats zurückzugewinnen, trotz einer relativen Beruhigung der Situation weniger Erfolg gehabt als angekündigt.
Die Houthi haben auch die Kontrolle über die Hanish-Inseln behalten, was ihnen ermöglicht, eine ernsthafte Bedrohung für den Seeverkehr im Roten Meer darzustellen. Derzeit nutzen sie diese Fähigkeit nicht, es wird jedoch erwartet, dass sie nach der Stabilisierung ihrer Position im aktuellen Krieg davon Gebrauch machen. Gleichzeitig haben die Houthi auch die Fähigkeit beibehalten, Waren über ihre Häfen in Hodeidah, Ras Isa und Salif zu importieren.
Sicherheitslage im Roten Meer
Die unklare Lage im südlichen Roten Meer hat dazu geführt, dass Kräfte, die zuvor die Bedrohung durch Piraterie unterdrückt haben, aus dieser Region abgezogen wurden. Die National Resistance Forces, die insbesondere von Mocha aus operierten, haben regelmäßig Ladungen, die von den Houthi eingeführt wurden, beschlagnahmt. Mit der abnehmenden Sicherheit haben sich einige dieser Kräfte nun der Küstenwache Jemens in Aden angeschlossen.
In der Zwischenzeit sind die maritimen Operationen der Europäischen Union unter den Namen Atalanta und Asphalt die einzigen maritimen Koalitionen, die derzeit Handelsschiffen, die die Bab-el-Mandeb-Straße passieren, Unterstützung bieten. Diese Kräfte sind auf der Suche nach einer Zunahme der Piraterie in der Region und haben kürzlich erfolgreich versucht, eine Beschlagnahme eines Frachtschiffs zu verhindern. Diese Entwicklungen zeigen die neue Verwundbarkeit der maritimen Handelsrouten und die Bedrohungen, die vom Jemenkrieg ausgehen.
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