Die Ocean Network Express (ONE) untersucht mit dem Projekt 'View of the World' verschiedene wirtschaftliche und containertransportbezogene Szenarien für das Jahr 2050 und strebt an, die notwendigen Strategien für heute zu bestimmen. Diese Methode, die als 'Backcasting' bekannt ist, beginnt nicht mit Vorhersagen aus dem aktuellen Zustand, sondern arbeitet rückwärts von zukünftigen Szenarien, um die notwendigen Anforderungen zur Erreichung dieser Zukunft zu identifizieren.
Neue Planungsmethode
Nach Angaben eines Vertreters von ONE ist diese Methode nicht zur Erstellung neuer Vorhersagen konzipiert, sondern wird als strategisches Planungsinstrument verwendet. Sie skizzieren mögliche Szenarien für die Zukunft des maritimen Transports, indem sie verschiedene Perspektiven untersuchen, und bestimmen dann die Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden müssen.
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Vorteile und Herausforderungen des 'Backcasting'
Die Anwendung der 'Backcasting'-Methode in der Transportindustrie ist aufgrund der Lebensdauer von Vermögenswerten wie Schiffen von großer Bedeutung. Laut Mark Williams, dem Geschäftsführer von Shipping Strategy, ist diese Methode derzeit hauptsächlich in nicht-kommerziellen Bereichen bekannt und kann Reeder dabei helfen, für eine kohlenstoffarme Zukunft im Jahr 2050 zu planen. Diese Methode ermöglicht es Reedern, verschiedene Szenarien in Betracht zu ziehen, ohne von linearen Vorhersagen abhängig zu sein.
Eine der Hauptschwierigkeiten dieser Methode ist jedoch die Gefahr des wünschenswerten Denkens. Wenn beispielsweise eine plötzliche wissenschaftliche Entdeckung wie Teleportation eintritt, könnte der Bedarf an maritimem Transport erheblich sinken. Daher ist eine kontinuierliche Aktualisierung der 'Backcasting'-Szenarien unerlässlich.
Schließlich wird die 'Backcasting'-Methode als nützliches Werkzeug für strategische Planung in Bereichen wie Nachhaltigkeit und Kohlenstoffreduktion angesehen. Diese Methode ermöglicht es Reedern und anderen Interessengruppen, gemeinsam auf eine bessere Zukunft hinzuarbeiten.
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