Das neue Design eines Flüssigerdgas (LNG) Tankers, das den Wohnblock und die Brücke nach vorne verlegt und den notwendigen Platz für vier Windunterstützungssegel bietet, hat die technische Genehmigung von Lloyd’s Register erhalten. Diese Genehmigung zeigt die technische Bereitschaft des Designs von HD Hyundai Heavy Industries (HHI) und Mitsui O.S.K. Lines (MOL) und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung Kommerzialisierung von Windunterstützungssystemen im LNG-Transport dar.
Eigenschaften des neuen Designs
Lloyd’s Register hat das Design des LNG-Tankers mit dem Wohnblock vorne und dem Wind Challenger-System, das von Mitsui O.S.K. Lines entwickelt wurde, eine Designbewertung genehmigt. Diese Maßnahme zeigt die Einhaltung der Anforderungen der Windunterstützungssysteme (WAPS).
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Andy McCran, Wachstumsleiter von Lloyd’s Register, erklärte: “Mit dem Fortschritt der Designs von LNG-Tankern benötigt die Industrie starke technische Rahmenbedingungen, um neue Technologien und Konfigurationen zu bewerten. Diese Designbewertung zeigt, wie gemeinsame Entwicklung und unabhängige technische Gewährleistung dazu beitragen können, Konzepte für größere Schiffe mit erweiterten Fähigkeiten und besserer Betriebseffizienz zu liefern.”
Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung
Hongryul Ryu, Executive Vice President und CTO von HHI, sagte: “Durch enge Zusammenarbeit mit MOL und Lloyd’s Register haben wir Fortschritte bei der Entwicklung eines neuen LNG-Tanker-Konzepts erzielt, das die Anordnung des Wohnblocks vorne und den Wind Challenger sicher und gemäß den Standards kombiniert.”
Er fügte hinzu: “Die Genehmigung des Designs zur Einhaltung der WAPS-Vorgaben zeigt die technische Reife dieses Konzepts und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung zukünftiger kommerzieller Anwendungen dar. HD Hyundai Heavy Industries wird weiterhin zuverlässige und nachhaltige LNG-Tanker-Lösungen für die nächste Generation des maritimen Transports entwickeln.”
Durch die Verlagerung des Wohnblocks und der Brücke nach vorne als Schlüsselmerkmal dieses Konzepts wird eine ruhige und klare räumliche Anordnung im mittleren bis hinteren Bereich des Schiffes geschaffen, die das Wind Challenger-System von MOL unter Beibehaltung der betrieblichen und navigationalen Anforderungen unterbringen kann. Dies trägt zur Erhöhung der Flexibilität in Anzahl, Größe und Platzierung der Segel bei, um die Leistung der Windunterstützung zu maximieren.
Richard Dias, stellvertretender Kommissar für maritime Angelegenheiten der Republik Marshallinseln, erklärte: “Die maritime Verwaltung von RMI ist erfreut, dass dieses Projekt die Phase der Designbewertung erreicht hat und freut sich auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den Projektpartnern. Wir sind froh, dass dieses Projekt praktische Lösungen unter Verwendung starker regulatorischer Rahmenbedingungen zur Erreichung der Kohlenstoffreduktionsziele der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) bieten wird.”
Dieses Projekt umfasst die Bewertung technischer Bereiche im Zusammenhang mit der Integration von Windunterstützungssystemen auf einem LNG-Tanker, einschließlich der Sichtbarkeit der Navigation, der Stabilität des Rumpfes, der strukturellen Spannungen durch die harten Segel und der Notabschaltungssysteme (ESD). Außerdem wurden Gefahrenidentifizierungsstudien (HAZID) und Risikobewertungen gemäß dem risikobasierten Zertifizierungsprozess von LR durchgeführt.
Yoshihiko Sugimoto, Geschäftsführer und CTO von Mitsui O.S.K. Lines, sagte: “Diese Designbewertung stellt einen wichtigen Meilenstein in der praktischen Anwendung von Windunterstützungssystemen für LNG-Tanker dar. Durch enge Zusammenarbeit mit HD Hyundai Heavy Industries und Lloyd’s Register haben wir gezeigt, dass der erste LNG-Tanker mit dem Wohnblock vorne und dem Design für vier Wind Challenger-Segel sicher, effizient und regelkonform realisiert werden kann.”
Dieses Konzept zeigt das Potenzial großflächiger Windunterstützungssysteme zur weiteren Reduzierung der Treibhausgasemissionen aus dem LNG-Transport und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung zukünftiger kommerzieller Implementierung dar.
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