Fünf Personen wurden in Norwegen im Rahmen einer internationalen Untersuchung zu Betrug und Bestechung im Zusammenhang mit einem Anbieter von Hafenservices für NATO-Schiffe festgenommen.
Datum und Einzelheiten der Festnahmeoperation
Die Festnahmen erfolgten am Mittwoch, den 14. Oktober, zusammen mit koordinierten Durchsuchungen in Rumänien und Deutschland. Laut den Behörden wurde diese Operation unter der Leitung der Europäischen Justizkooperationsagentur (Eurojust) durchgeführt und umfasste mehrere Justizbehörden, darunter die norwegische Wirtschaftskriminalitätsbehörde (Økokrim) und die nationale Antikorruptionsbehörde Rumäniens.
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Die Ermittlungen zeigen, dass das Unternehmen und seine Auftragnehmer wahrscheinlich gefälschte Rechnungen an die NATO-Beschaffungsagentur (NSPA) gesendet haben, die für Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Betreuung von Schiffen während ihrer Aufenthalte in nordwesteuropäischen Häfen gedacht waren. Diese Dienstleistungen umfassen notwendige Unterstützungsleistungen an Land für Schiffe und deren Besatzungen während des Besuchs in den Häfen.
Finanzielle Dimensionen und mögliche Konsequenzen
Behörden schätzen, dass dieses Betrugssystem den NATO-Mitgliedsstaaten über eine Million Euro Schaden zugefügt hat, obwohl das volle Ausmaß dieses Betrugs noch untersucht wird. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass das Unternehmen einen Vermittler eingesetzt hat, um öffentliche ausländische Beamte zu bestechen, um günstigere Bedingungen in seinen Vertragsverhandlungen mit der NSPA zu erreichen.
Die NSPA, als Hauptlogistik- und Beschaffungsbehörde der NATO, hat verdächtige Rechnungen identifiziert und anschließend mit den Ermittlungsbehörden zusammengearbeitet, um die erforderlichen Beweise und Informationen bereitzustellen. Diese Untersuchung umfasste auch Durchsuchungen von Immobilien und Geschäften in Norwegen und Rumänien.
In Norwegen führte die koordinierte Operation zu fünf Festnahmen, und die Behörden durchsuchten auch Wohn- und Geschäftsräume. In Rumänien durchsuchten die Ermittler die Standorte des Unternehmens sowie mehrere Wohnhäuser, während die deutschen Behörden zwei Geschäfte und eine Wohnstätte in Hamburg durchsuchten.
Die Ermittlungen dauern weiterhin an, und Eurojust hat den Namen des Unternehmens oder der festgenommenen Personen nicht veröffentlicht und erklärt, dass sie keine weiteren Details während der laufenden Ermittlungen bereitstellen können.
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