Die Houthi-Gruppe hat durch die Besetzung von Teilen des Roten Meeres eine neue Plattform für Herausforderungen gegen die globale Schifffahrt erlangt. Diese Gruppe hat die Kontrolle über den Hafen von Mocha, die Insel Mayyun und die Inselgruppe von Zuqar und Hanish übernommen, die zuvor unter der Kontrolle der staatlichen Kräfte im Jemen standen.
Geografische und wirtschaftliche Auswirkungen
Die Bab-el-Mandeb-Straße, die etwa 32 Kilometer breit ist, liegt zwischen der Arabischen Halbinsel im Nordosten und dem Horn von Afrika im Südwesten und verbindet direkt das Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean. Diese Geografie hat eine hohe Bedeutung, da die Insel Mayyun einen Wasserweg teilt, der von der internationalen Schifffahrt genutzt wird. Historisch gesehen umfasst dieser Wasserweg fast 12 Prozent des globalen Handels.
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Obwohl die afrikanische Seite der Bab-el-Mandeb-Straße noch nicht unter der Kontrolle der Houthi steht, hat der Vormarsch dieser Gruppe im September 2026 ernsthafte Auswirkungen auf die Wirtschaft und Sicherheit der Länder Ägypten, Äthiopien, Dschibuti und Eritrea und könnte zu einer Verschärfung der bestehenden Konflikte in Somalia und Sudan führen.
Sicherheits- und militärische Konsequenzen
Die Houthi, die eine bewaffnete Gruppe sind, die mit dem Iran in Einklang steht, befinden sich seit 2014, als sie die Kontrolle über die Hauptstadt Jemens übernahmen, im Krieg mit der internationalen Regierung dieses Landes. Derzeit könnte diese Gruppe in der Lage sein, Raketen, Minen und Schnellboote entlang des Roten Meeres zu stationieren. Gleichzeitig hat der Iran die Fähigkeit, die Straße von Hormuz zu blockieren, und diese Situation erhöht das Risiko gleichzeitiger Störungen an zwei wichtigen maritimen Engpässen, die Schiffe ohne sicheren Weg im Roten Meer zurücklassen könnten.
Störungen im Roten Meer haben weitreichende Auswirkungen auf vier wirtschaftliche Kanäle Afrikas: Transport- und Versicherungskosten, Hafenumsätze, Energie- und Lebensmittelpreise sowie maritime Sicherheitsrisiken. Ägypten trägt das größte direkte finanzielle Risiko und es wird prognostiziert, dass der Rückgang des Schiffsverkehrs im Roten Meer infolge der Angriffe der Houthi auf den kommerziellen Transport Kosten von etwa 7 Milliarden Dollar für Kairo verursachen wird.
Infolge der Konflikte sind über 2.000 Menschen aus den westlichen Regionen Jemens an die Nordküste von Dschibuti geflohen, und neue Konflikte haben dazu geführt, dass die Zahl der Flüchtlinge seit Anfang September 2026 auf fast 94.000 gestiegen ist.
Dschibuti ist auch eine wichtige Handelsroute für Äthiopien, das aufgrund seiner Binnenlage 95 Prozent seines Handels über Dschibuti abwickelt. Eritrea ist ebenfalls an vorderster Front der Verwundbarkeit und seine geografische Lage ist für die Länder Saudi-Arabien und Ägypten attraktiv, um den Einfluss des Iran und der Houthi auf der afrikanischen Seite des Roten Meeres zu verhindern.
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