Die schwimmende Speicher- und Regasifizierungseinheit (FSRU) mit einer Länge von 294 Metern ist am neuen Terminal für Flüssigerdgas (LNG) in Stade angekommen. Dieses Ereignis markiert den Beginn der notwendigen Vorbereitungen für die Inbetriebnahme des Terminals, und es wird erwartet, dass ab November Gas aus diesem Terminal in das deutsche Gasnetz eingespeist wird.
Beginn des Inbetriebnahmeprozesses des Terminals
Die Deutsche Energy Terminal (DET), die als staatliches Unternehmen in Deutschland für den Betrieb der LNG-Terminals verantwortlich ist, hat die notwendigen Vorbereitungen für die Inbetriebnahme ihres neuen Terminals begonnen. Die Ankunft des FSRU-Schiffs mit dem Namen Energos Force im Industriehafen Stade-Bützfleth markiert den Beginn dieses Prozesses. Dieses Schiff wird eingesetzt, um den Bedarf an Erdgas in Deutschland zu decken.
Der Geschäftsführer der DET, Dr. Peter Rothgen, erklärte: „Mit der Rückkehr des Regasifizierungsschiffs zum Kai in Stade beginnt der Inbetriebnahmeprozess des Terminals. Wir erwarten, dass der erste vollständig beladene LNG-Tanker Anfang November hier ankommt.“ Er betonte auch, dass dieses Terminal zur Sicherung der Energieversorgung für Millionen von Haushalten beitragen wird.
Bereitstellung von Erdgas für die Bedürfnisse Deutschlands
Nach Prognosen wird das Terminal in Stade ab 2027 in der Lage sein, bis zu 3,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas in das deutsche Gasnetz einzuspeisen. Diese Menge reicht aus, um den Heizbedarf von etwa 2,6 Millionen vierköpfigen Haushalten über ein Jahr zu decken. Der Hafen NPorts hat einen speziellen Kai für dieses FSRU und das noch im Bau befindliche Landterminal geschaffen.
Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katharina Reiche, sagte dazu: „Mit der Ankunft der Energos Force in Stade wird das Konzept der Energiesicherheit deutlich in der Praxis sichtbar. Dieses FSRU, das heute am Terminal ankert, kann ab November zur zuverlässigen Energieversorgung für Millionen von Haushalten beitragen.“
Das FSRU-Schiff Energos Force, das im Jahr 2021 gebaut wurde, hat eine Breite von 47 Metern und ein totes Gewicht von 94.361 metrischen Tonnen. Es kann im Winter bis zu 500 Millionen Standardkubikfuß Gas pro Tag mithilfe von Dampfkesseln in einem geschlossenen Kreislaufsystem regasifizieren und im Sommer bis zu 750 Millionen Standardkubikfuß Gas pro Tag mit Hilfe von Wasser aus der Elbe in einem offenen Kreislaufsystem regasifizieren.
Der Geschäftsführer von NPorts, Holger Banik, äußerte: „Wir freuen uns, dass die gemeinsam entwickelten Pläne nun Realität werden. Mit diesem Kai sind die notwendigen Infrastrukturen für den Beginn der Terminaloperationen in Stade geschaffen worden.“
Laut Informationen der DET zeigt die prognostizierte Eingangsleistung für das Jahr 2027 von bis zu 3,2 Milliarden Kubikmetern Gas die maximale Auslastung des Systems unter idealen Bedingungen. Gleichzeitig müssen auch geringere Eingangsvolumina aufgrund der tatsächlichen Lieferlasten berücksichtigt werden.
Derzeit ist die DET für die Terminals in Brunsbüttel, zwei Terminals in Wilhelmshaven und das FSRU-Projekt in Stade verantwortlich.
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