Das Pentagon hat heute bekannt gegeben, dass die USS Theodore Roosevelt (ein Flugzeugträger der Nimitz-Klasse) zusammen mit 10.000 Militärkräften in den Persischen Golf entsandt wurde. Diese Maßnahme dient dazu, den amerikanischen Kommandanten mehr Optionen zu bieten, falls Präsident Donald Trump sich entscheiden sollte, die Angriffe gegen den Iran zu intensivieren.
Details zur Entsendung der Truppen
Der Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt ist am Sonntag aus dem Hafen von San Diego ausgelaufen und bewegt sich in Richtung Naher Osten. Mit der Ankunft dieses Schiffes kann die Vereinigten Staaten drei Flugzeugträgerkampfgruppen in dieser Region haben, die gleiche Anzahl, die Ende April vorhanden war. Es wurde jedoch noch keine Entscheidung getroffen, ob dieses Niveau der Schiffspräsenz aufrechterhalten wird. Der Flugzeugträger USS George Washington bleibt in der Region, während der Flugzeugträger USS George H.W. Bush vorübergehend aus der Region abgezogen wurde.
Mehr lesen: Selenskyj: Die Ukraine ist bereit für einen maritimen Waffenstillstand im Schwarzen Meer
Militärische und wirtschaftliche Folgen
Dieser militärische Schritt erfolgt, während Trump in einer Rede erklärt hat, dass weitere militärische Angriffe gegen den Iran "möglich" sind. Am Montag machte sich die Marineeinheit USS Makin Island, bestehend aus einem Angriffsschiff, Flugzeugen und 2.200 Marines, ebenfalls in Richtung Naher Osten auf, was der US-Zentralen Kommando (Centcom) mehr Optionen bietet. Derzeit führt auch die Marineeinheit USS Boxer Operationen in der Nähe der Straße von Hormuz durch.
In den letzten Wochen hat die Vereinigte Staaten zwei zusätzliche Raketenbatterien nach Katar und Saudi-Arabien entsandt, um die Öl- und Gasanlagen in diesen Ländern zu schützen. Diese Maßnahme wurde ergriffen, um die Sicherheit der US-Sicherheitspartner zu gewährleisten, was Washingtons Bereitschaft zeigt, kritische Energieanlagen im Falle neuer Angriffe zu schützen.
Herausforderungen für die Marine und die wirtschaftliche Lage
Die Aufrechterhaltung von drei Schiffen in der Region könnte Probleme für die Einsatzbereitschaft der Marine mit sich bringen. Ronald O'Rourke, ein langjähriger Analyst der Marinekräfte, betonte, dass die Aufrechterhaltung einer zweischiffigen Präsenz in dieser Region über einen längeren Zeitraum großen Druck auf die Marine ausübt, und die Aufrechterhaltung von drei Schiffen über einen längeren Zeitraum noch mehr Druck erzeugen wird.
Infolge dieser Entwicklungen wurde auch der Ölpreis beeinflusst, und angesichts der Bedenken über militärische Maßnahmen stieg der Brent-Ölpreis um 0,4 Prozent auf 102,74 Dollar pro Barrel. Dieser Preisanstieg erfolgt aufgrund militärischer Drohungen und Anzeichen für einen vorsichtigeren Ansatz der US-Notenbank bezüglich weiterer Zinserhöhungen.
Obwohl es eine Unterbrechung der größeren militärischen Angriffe seitens der Vereinigten Staaten oder des Iran gegeben hat, werden die Bemühungen um die Wiederbelebung diplomatischer Verhandlungen fortgesetzt. Dennoch sind die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges, der nun in seinen achten Monat eingetreten ist, aus verschiedenen Gründen, einschließlich der Kontrolle Irans über die Straße von Hormuz, ins Stocken geraten.
Mehr lesen: China hat das Konzept des „Landes der Jiaozi“ im Südchinesischen Meer vorgestellt · Die Trump-Regierung kritisierte die IMO-Kohlenstoffvorschriften in der UN-Generalversammlung




