Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) hat ihre Mitgliedsstaaten gewarnt, von gefährlichen Maßnahmen gegen Handelsschiffe und das Leben von Seeleuten abzusehen. Diese Aufforderung erfolgt nach 80 Angriffen auf Handelsschiffe in und um die Straße von Hormus seit Beginn der jüngsten Konflikte im Nahen Osten am 28. Februar.
Opfer und Folgen
Diese Angriffe haben zum Tod von mindestens 22 Seeleuten und zur Verletzung vieler anderer geführt. Der Generalsekretär der IMO, Arsenio Dominguez, warnte in einer Sitzung des Unterausschusses für Fracht- und Containertransport der Organisation vor den ernsthaften Auswirkungen geopolitischer Spannungen auf die Schifffahrtsindustrie.
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Dominguez erklärte in dieser Sitzung: "Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem diese Konflikte als Vorwand für Angriffe auf Handelsschiffe und unschuldige Seeleute genutzt werden. Nutzen Sie diese Konflikte nicht, um unschuldige Seeleute anzugreifen." Er betonte auch, dass die Angriffe in diesen Regionen nicht auf einen bestimmten Akteur beschränkt sind und von verschiedenen Ländern gegen Handelsschiffe ausgeführt werden.
Fortsetzung der Angriffe in anderen Regionen
Zusätzlich zur Straße von Hormus wurden auch im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer kürzlich Angriffe auf Handelsschiffe gemeldet, die zu menschlichen Opfern geführt haben. Auch im Roten Meer gab es einen weiteren Angriff auf ein Handelsschiff am 11. August, bei dem Houthi-Kämpfer vier Tote hinterließen.
Dominguez empfahl den Mitgliedsstaaten, die Auswirkungen dieser Angriffe auf den internationalen Seetransport an ihre Regierungen weiterzugeben und in geeigneten internationalen Foren zu diskutieren. Er fügte hinzu: "Wenn der Transportbetrieb gestört wird, gehen die Folgen über den maritimen Sektor hinaus und beeinflussen die Volkswirtschaften, Lieferketten und das tägliche Leben der Menschen."
Der Generalsekretär der IMO forderte die Mitgliedsstaaten außerdem auf, sich mit den Ursachen dieser geopolitischen Konflikte zu befassen und geeignete Lösungen anzubieten. Er betonte gegenüber den anwesenden Vertretern, dass die Internationale Seeschifffahrtsorganisation bereit ist, der Schifffahrtsindustrie bei der Bereitstellung praktischer Lösungen zu helfen.
Der Unterausschuss für Fracht- und Containertransport hat vom 14. bis 18. September in London getagt, um über sicherheitsrelevante Fragen im Zusammenhang mit dem Transport gefährlicher Güter, Schüttgütern und Containern auf See zu diskutieren.
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