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Austritt von 36 Millionen Tonnen LNG aus dem Nahen Osten vom Weltmarkt durch Shell
Öl und Petrochemie

Austritt von 36 Millionen Tonnen LNG aus dem Nahen Osten vom Weltmarkt durch Shell

تصویر: تولید هوش مصنوعی

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Shell hat bekannt gegeben, dass seit Beginn dieses Jahres etwa 36 Millionen Tonnen LNG (Flüssiggas) aus dem Nahen Osten vom Weltmarkt ausgeschlossen wurden. Dieser Austritt ist auf die Verschärfung der militärischen Spannungen in der Region und Störungen beim Transport von LNG-Lieferungen durch die Straße von Hormuz zurückzuführen.

Auswirkungen auf den globalen LNG-Markt

Vor Beginn der Konflikte durchquerten etwa 20 Prozent des weltweiten LNG-Handels die Straße von Hormuz. Doch die auferlegten Einschränkungen auf dieser Route haben die Exporte von Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten beeinträchtigt und das Angebot auf den internationalen Märkten verringert. Diese Angebotsverknappung hat zu einem signifikanten Preisanstieg geführt, sodass der Preis für Einzel-LNG-Lieferungen auf dem asiatischen Markt, der zuvor etwa 10 Dollar pro Million britische thermische Einheiten betrug, nun nahe 30 Dollar liegt.

Antwort auf die Preiserhöhungen

Die steigenden LNG-Preise haben Auswirkungen auf preissensitive Märkte. Deepak Gupta, CEO des indischen Unternehmens GAIL, hat darauf hingewiesen, dass der drastische Preisanstieg die Nachfrage Indiens direkt unter Druck setzt. Laut ihm werden viele Industrien in Indien aufgrund der steigenden Gaskosten auf alternative Brennstoffe umsteigen.

In diesem Zusammenhang haben GAIL und PetroChina nach Beginn des Krieges ihre Vertriebsteams in verschiedene Märkte entsandt, um alternative Lieferungen zu finden und einen Teil des Angebotsengpasses von Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten auszugleichen. Luo Yizhou, CEO von PetroChina International, betonte ebenfalls, dass die sinkende LNG-Nachfrage in China nicht auf einen tatsächlichen Rückgang des Bedarfs an Gas hindeutet, sondern hauptsächlich das Ergebnis der Preissprünge ist.

Die mittelfristigen Marktperspektiven könnten ebenfalls dazu beitragen, den Preisdruck zu verringern. Der CEO von GAIL hat vorausgesagt, dass in den nächsten vier bis fünf Jahren etwa 150 bis 200 Millionen Tonnen neue LNG-Kapazitäten auf den Weltmarkt kommen werden. Diese Kapazitätserhöhung könnte einen Teil des aktuellen Defizits ausgleichen und, falls die geopolitischen Risiken sinken, den Weg für fallende Preise und die Rückkehr preissensitiver Verbraucher ebnen.

ExxonMobil ist ebenfalls optimistisch bezüglich der Zukunft des LNG-Marktes. Andrew Brown, Vice President für Global LNG Marketing des Unternehmens, sieht den Ausbau der LNG-Importinfrastruktur an der Ostküste Chinas und die potenzielle Nachfrage in anderen asiatischen Märkten als wichtige Faktoren für das Wachstum des Gasverbrauchs in den kommenden Jahrzehnten.

Quelle: petrochemiha.ir