Masoud Pezeshkian, der Präsident, hat kürzlich die Anweisung zur Telearbeit in Behörden aufgrund des Benzinmangels erlassen. Diese Entscheidung wurde im Anschluss an die fortlaufenden Herausforderungen des Energiemangels im Land und deren Auswirkungen auf administrative und Bildungsaktivitäten getroffen. Der Benzinmangel, nach dem Mangel an Gas, Strom und Wasser, wird nun als neuer Grund für die Schließung und Telearbeit in Behörden angeführt.
Details zur Telearbeitsanweisung
In dem Schreiben, das an die ausführenden Behörden gesendet wurde, hat Masoud Pezeshkian auf die Notwendigkeit hingewiesen, den Kraftstoffverbrauch durch die Umsetzung des Plans "Auto-freier Tag" zu sparen. Gemäß diesem Schreiben müssen die ausführenden Behörden planen, dass ihre Mitarbeiter an bestimmten Tagen der Woche mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen. Außerdem sind die Manager verpflichtet, Anreizmechanismen zur Umsetzung dieses Vorhabens zu nutzen. Darüber hinaus müssen alle Behörden die notwendigen Vorkehrungen für die Telearbeit von Mitarbeitern treffen, die ihre Aufgaben aus der Ferne erledigen können.
Einflussfaktoren auf den Benzinmangel
Laut den Aussagen von Mohammad Sadegh Azimi Far, dem stellvertretenden Minister für Öl und Geschäftsführer der Nationalen Ölraffinerie und -verteilungsgesellschaft, hat der Benzinverbrauch im Land seit 2021 im Durchschnitt jährlich um etwa sechs Prozent zugenommen. Im Gegensatz dazu wurde seit der Inbetriebnahme der Raffinerie Star of the Persian Gulf im Jahr 2017 keine neue Raffinerie zu den Raffinerien des Landes hinzugefügt. Diese Kluft zwischen Produktion und Verbrauch hat das Land in Richtung Benzinimporte gedrängt.
Azimi Far hat auch auf die Schwankungen von Produktion und Verbrauch in verschiedenen Jahreszeiten und die Wartungsarbeiten an Raffinerien hingewiesen und von einem täglichen Mangel von etwa 10 Millionen Litern Benzin berichtet. In diesem Zusammenhang versucht die Regierung, durch Entscheidungen wie die Einführung eines dreistufigen Benzinpreismodells, den Verbrauch zu steuern und die Verteilung dieses lebenswichtigen Gutes zu optimieren.
Wirtschaftliche und soziale Auswirkungen
Die Zwangsschließungen aufgrund des Kraftstoffmangels, insbesondere in Behörden und Schulen, haben der Wirtschaft des Landes erhebliche Schäden zugefügt. Diese Schäden wurden zwar nicht genau beziffert, aber die vorhandenen Statistiken zeigen erhebliche Verluste aufgrund der Energieungleichgewichte. Auch der Gasmangel hat in den letzten Jahren mehrfach zu Schließungen von Behörden und Schulen geführt und die Produktionskapazität der Industrien beeinträchtigt.
Iran hat trotz reicher Gas- und Ölreserven derzeit ernsthafte Probleme bei der Energieversorgung. Die Ungleichheit im Gasbereich begann im Jahr 2007 und nimmt kontinuierlich zu. Laut der Nationalen Gasgesellschaft Irans hat der tägliche Gasbedarf des Landes in den letzten Jahren 400 Millionen Kubikmeter erreicht. Dieser besorgniserregende Trend könnte in Zukunft zu schwereren Krisen führen.
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