Die Schließung der Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens, die aufgrund der jüngsten Drohnenangriffe ausgesetzt wurde, hat die Sicherheit der Ölversorgung in Europa in Frage gestellt. Diese Pipeline, die mit einer täglichen Transportkapazität von 4 bis 5 Millionen Barrel Öl zu den wichtigsten Exportwegen Saudi-Arabiens zählt, wurde aufgrund von Angriffen von von Iran unterstützten Gruppen im Irak und den Huthis außer Betrieb genommen.
Details zur Schließung der Pipeline
Das saudische Energieministerium gab am 10. September nach den Angriffen auf diese Pipeline die vorsorgliche Schließung bekannt. Diese Pipeline wurde als alternativer Weg zur Umgehung der Blockade der Straße von Hormuz entworfen, durch die 20 Prozent des weltweiten Öl- und Gasflusses verlaufen. Seit der Blockade der Straße von Hormuz zu Beginn der militärischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar hat diese Pipeline eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung der Ölexporte Saudi-Arabiens gespielt.
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Auswirkungen auf europäische Raffinerien
Nach der Schließung der Pipeline sahen sich europäische Raffinerien gezwungen, ihre Rohölversorgung zu überdenken. Die Energiepreisagentur Argus berichtete am 15. September, dass mindestens drei Raffinerien in Europa ihre Öllieferungen, die für Ende September geplant waren, storniert oder verschoben haben. Beispielsweise hat das polnische Unternehmen Orlen, einer der größten Ölkäufer, 16 zusätzliche Lieferungen aus Norwegen, Großbritannien, Algerien und Kasachstan erworben, um den Bedarf seiner Raffinerien bis Ende Oktober zu decken.
Raffinerien stehen aufgrund ihrer speziellen Konstruktion zur Verarbeitung bestimmter Arten von Rohöl derzeit vor Herausforderungen. Laut Jun Guo, leitender Analyst für den Ölmarkt bei Sparta Commodities, könnte der Ersatz der Barrel aus Saudi-Arabien kostspielig sein und eine erneute Anpassung der Raffinerieoperationen erfordern.
Wirtschaftliche Folgen und Preise
Die Störung der Ölversorgung aufgrund der Schließung der Pipeline könnte die Preise auf den globalen Märkten beeinflussen. Der Preis für Brent-Rohöl ist aufgrund der erhöhten Versorgungsrisiken auf über 113 Dollar pro Barrel gestiegen. Analysten schätzen, dass etwa 3,5 bis 4 Millionen Barrel pro Tag gefährdet sind, und diese Lücke könnte zu einem Anstieg der Preise führen.
In dieser Situation versuchen europäische Länder, die Auswirkungen des Anstiegs der Dieselpreise, die direkt an den Tankstellen und infolge der Schließung der saudischen Pipeline spürbar sind, zu mildern. Die Schwere der Krise hängt vom Zustand der Energieinfrastruktur und der Fähigkeit Saudi-Arabiens ab, die Pipeline wieder auf die normale Kapazität zurückzuführen.
Berichten zufolge wurden die geringfügigen Schäden an der Pipeline repariert, aber die Wiederherstellung der beschädigten Pumpstationen könnte bis zu sechs Wochen dauern. Saudi-Arabien hat angekündigt, dass es erwartet, in den kommenden Tagen die Hälfte der Kapazität der Pipeline wiederherzustellen, aber diese Infrastruktur könnte weiterhin neuen Angriffen ausgesetzt sein.
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