In einem neuen Bericht von Shell wird die Nachfrage nach Flüssigerdgas (LNG) in den kommenden Jahren als einer der Haupttreiber der globalen Energie vorgestellt. Shell betont die laufenden Projekte in Katar und den Vereinigten Staaten und prognostiziert, dass die LNG-Produktion bis zum Ende des Jahrzehnts auf etwa 550 Millionen Tonnen pro Jahr steigen wird.
Shells Szenarien für die Energiezukunft
Das Unternehmen hat drei unterschiedliche Szenarien zur Modellierung der Energiesicherheit auf lange Sicht vorgestellt. Das erste Szenario mit dem Namen 'Surge' bezieht sich auf den umfassenden Einsatz von künstlicher Intelligenz, die die Effizienz erheblich steigern und die Energienachfrage ankurbeln kann. Das zweite Szenario, 'Archipelagos', bezieht sich auf den Fokus verschiedener Länder auf ihre eigenen Interessen anstelle von Zusammenarbeit zur Entwicklung erneuerbarer Energien. Schließlich bezieht sich das Szenario 'Horizon' mit der Annahme, dass bis 2050 Netto-Null-CO2-Emissionen erreicht werden, auf eine durchschnittliche globale Temperatur von unter 1,5 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts.
In allen diesen Szenarien wird ein erhebliches Wachstum für LNG in der kurzfristigen Zukunft prognostiziert. Im Szenario 'Surge' wird die Nachfrage nach LNG bis 2040 700 Millionen Tonnen pro Jahr erreichen. Im Gegensatz dazu zeigt das Szenario 'Horizon' den Höhepunkt der Nachfrage zu Beginn der 30er Jahre des 21. Jahrhunderts.
Ausblick auf Öl und Erdgas
Shell verweist auch auf das Wachstum von Erdgas bis 2045 im Szenario 'Surge', während diese Nachfrage im Szenario 'Horizon' im Bestreben, Netto-Null-Emissionen zu erreichen, bald ihren Höhepunkt erreichen wird. Insgesamt prognostiziert Shell, dass die Nachfrage nach Primärenergie im Jahr 2050 etwa ein Viertel über dem Niveau von 2024 liegen wird.
Angesichts dieser Prognosen wird Shell voraussichtlich Ende dieses Jahres einen Ausblick auf LNG veröffentlichen. Angesichts der bestehenden Trends scheint die Energiebranche auf große Transformationen zuzusteuern.




